Bio-Kosmetik und Bio-Bekleidung

Sonnenschutz besser verstehen

Comme Avant Sonnencreme mit Moringaöl

 

Bevor die Vorteile der Sonne für unseren Körper, einschließlich des Vitamins D, bekannt wurden, war Sonnenbaden eine seltene ErscheinungDie Kultur des Bräunens entwickelte sich in unserer Gesellschaft erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zeitgleich traten vermehrt Hautkrankheiten auf, die mit längerer Sonnenexposition und ungeschützter Haut verbunden waren. 

Egal, ob bei sonnigem oder wolkigem Wetter wird heute dringend empfohlen, die Haut mit Sonnenschutz vor Sonnenstrahlen zu schützen. Sonnencreme, - milch, -spray... – es existieren viele verschiedene Produktformen, wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf Sonnenschutzcreme. 

Für unsere feste Sonnencreme mit Moringaöl haben wir viel Zeit und Mühen investiert, um Ihnen ein effizientes Zero Waste Produkt mit umweltfreundlicher Pappverpackung anbieten zu könnendas Ihre Haut schützt und gleichzeitig die Umwelt schontDie Hauptkomponenten eines Sonnenschutzmittels sind in der Regel: Öl, ein UV-Filter und Hilfsmittel, um es homogener zu machen oder um beispielsweise ein Parfum hinzuzufügen. Die Wirksamkeit gegen UV-Strahlen wird anhand des Lichtschutzfaktors (LSF) gemessen. Es sollte jedoch auch in Betracht gezogen werden, inwiefern der Sonnenschutz Mensch und Umwelt schädigen kann, was stark von den verwendeten UV-Filtern abhängt. Die Wahl eines hochwertigen Sonnenschutzes ist daher unerlässlich. 

Keine Panik, wenn Sie nicht alles in diesem letzten Absatz verstanden haben. Wir werden alles verständlich erklären: die Bedeutung dieser Begriffe und alles, was wir für wichtig halten, um Sie über Sonnenschutzmittel zu informieren! 

 

UVA / UVB - was genau ist das? 

UVA (ultraviolette A-Strahlen) und UVB (ultraviolette B-Strahlen) sind ein Teil der von der Sonne abgegebenen ultravioletten Strahlung. Sie sind unsichtbarerwärmen die Haut nicht und unterscheiden sich durch ihre Wellenlänge.  

Die längeren UVA-Strahlen messen zwischen 400 und 315 Nanometer und die UVB-Strahlen zwischen 315 und 280 nm. Ihre Auswirkungen auf unsere Haut sind daher unterschiedlich. 

UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und sind für die Bräunung, aber auch für Falten, Flecken, vorzeitige Hautalterung und schwerwiegende Hautkrankheiten wie bestimmte Arten von Hautkrebs verantwortlichUVA-Strahlen machen 95% der UV-Strahlung aus, die unsere Haut erreicht. 

UVB-Strahlen dringen weniger tief in die Haut ein. Sie sind verantwortlich für den berühmten Sonnenbrand" und zahlreiche Hautkrebsarten (ca. 90%). UVB-Strahlen repräsentieren die verbleibenden 5% der UV-Strahlung, die durch die Wolken hindurchscheinen. 

Wir setzen uns UVA-  und UVB-Strahlen aus, wenn wir uns in der Sonne befinden. Aber nicht nur im Sommer besteht Gefahr. Es ist nicht die einzige Jahreszeit, in der diese UV-Strahlen unsere Haut erreichen, auch wenn in dieser Zeit die Sonnenstrahlung am intensivsten ist. Darüber hinaus sind wir in dieser Saison dünner bekleidet. UV-Strahlen können auch durch Wolken hindurchtreten und unter anderem von Wasser und Schnee reflektiert werden. 

Die Gesetzgebung schreibt vor, dass auf dem Etikett eines Sonnenschutzmittels der Begriff UVA umkreist sein muss, um zu bestätigen, dass der Schutz auch bei dieser Art von UV-Strahlung wirksam ist. 

 

Was bedeutet die LSF-Angabe auf Sonnenschutzmitteln? 

LSF steht für Lichtschutzfaktor (auch durch SPF - Sun Protection Factor oder IP - Protection Index angegeben).  

Der Messindex LSF wird hauptsächlich zur Quantifizierung der Wirksamkeit des Sonnenschutzes gegen UVB-Strahlen verwendet. Dieser Index ist international. Egal, ob Sie sich in Europa oder auf am anderen Ende der Welt befinden, der LSF (SPF) bleibt derselbe! 

Die LSF sind in vier Schutzstufen unterteilt: 6 bis 10, 15 bis 25, 30 bis 50, 50+. 

Um näher darauf einzugehen, finden Sie hier eine einfache Berechnung, um besser zu verstehen, wie die Schutzwirkung des LSF berechnet wird: 

  • Nehmen Sie die durchschnittliche Zeit (in Minuten), nach der eine Person ohne Sonnenschutz einen Sonnenbrand erleidet  z. B. 15 Minuten. 
  • Multiplizieren Sie diese Zeit mit dem LSF (auch IP) - also 15 Minuten x 10 (für einen LSF 10). 
  • Sie erhalten das Ergebnis 15 x 10 = 150. 
  • SchlussfolgerungBei Verwendung des Sonnenschutzfaktors 10 tritt nach 150 Minuten Sonnenaussetzung für diese Person ein Sonnenbrand ein. 

Warnung! Beachten Sie, dass dies nur eine theoretische Berechnung ist und dass viele andere Faktoren zu berücksichtigen sind, wie Hauttyp, Dauer und Art der Exposition usw. 

Im Jahre 2006 hat die Europäische Kommission aus Vorsichtsgründen die über 50 hinausgehenden LSF unter der Bezeichnung 50+ zusammengefasst. So soll vermieden werden, dass z. B.  ein Index von 100 als 100%ige Garantie gegen Sonnenbrand angesehen wird. 

Je höher der Lichtschutzfaktor ist, desto höher ist der Schutz. Das ist richtig. Weniger bekannt ist jedoch der effektive Unterschied zwischen den verschiedenen Schutzarten. Bei hohen Lichtschutzfaktoren ist der Unterschied tatsächlich minimal! Ein Lichtschutzfaktor 20 blockiert 95% der Strahlen, ein Lichtschutzfaktor 30 blockiert 97% und ein Lichtschutzfaktor 50 blockiert 98% der Strahlen. Das ist gut zu wissen. 

Ein LSF 50 ist daher nicht genau das Doppelte eines LSF 25, wie man annehmen könnte.  Sonnencreme Grafik  

Unser Sonnenschutzmittel hat einen Lichtschutzfaktor von 25. Da der Schutzunterschied zwischen einem Lichtschutzfaktor 25 und einem Lichtschutzfaktor 50 sehr gering ist, haben wir es vorgezogen, die Zutatenliste unseres Sonnenschutzmittels kurz und knapp zu halten und nur einen Sonnenschutzfilter ausgewählt. 

 

Welche Eigenschaften zeichnen UV-Filter aus? 

Sonnenschutzfilter sind die Inhaltsstoffe, die unsere Haut vor Sonneneinstrahlung schützen. Es gibt zwei Arten: Filter basierend auf Mineralien und Filter basierend auf Chemikalien. 

Mineralfilter sind eine Ansammlung von Mikropartikeln aus Mineralien. Die einzigen zwei erlaubten sind Zinkoxid und Titandioxid. Diese Mineralfilter kommen hauptsächlich in biologischen Sonnenschutzmitteln vor, da sie zum heutigen Zeitpunkt die einzigen sind, die das Bio-Label erhalten können. Der Sonnenschutz eines Mineralfilters wirkt sofort, sobald er aufgetragen wird. Diese Art von Sonnenschutz reflektiert die UV-Strahlen der Sonne. 

Chemische oder synthetische Filter sind Moleküle, die in den meisten Sonnenschutzmitteln enthalten sind. Diese Filter dringen dank ihrer chemischen Wirkung in die Haut ein, um UV-Strahlen zu absorbieren, anstelle dass die Haut diese absorbiert. Sie wirken etwa 30 Minuten nach dem Auftragen (die Zeit, in der die Creme von der Haut absorbiert wird). 

Obwohl diese beiden Filtertypen unsere Haut auf unterschiedliche Weise schützen, sind sie jeweils auf ihre Art und Weise wirksam. Wir haben aus Überzeugung für einen Mineralfilter optiert und uns für unseren Sonnenschutz für Zinkoxid entschieden. Dieser Inhaltsstoff scheint uns die sicherste Lösung zum Schutz der Gesundheit und unserer Umwelt. 

 

Welche Auswirkungen haben Sonnenschutzprodukte auf unseren Körper und unseren Planeten? 

Einige chemische Filter stehen im Verdacht, das hormonelle Gleichgewicht zu stören (sie werden über die Haut aufgenommen). Darüber hinaus haben sie weitreichende Folgen für Meere und Ozeane, insbesondere auf Korallen. Korallenriffe beherbergen zahlreiche Lebewesen und bilden die Grundlage vieler mariner Ökosysteme. Laut einer Studie von Environmental Health Perpectives (2008) führen chemische Verbindungen in Sonnenschutzmitteln dazu, dass die Korallenriffe weiß werden oder sogar absterben. Das Labor für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich hat Studien veröffentlicht, laut welchen bestimmte chemische Filter die hormonelle Aktivität (Missbildungen und Reproduktionsprobleme) beeinflussen. 

Um die Auswirkungen bestimmter Sonnenschutzmittel in den Ozeanen zu begrenzen, war der US-Bundesstaat Hawaii 2018 ein Pionier beim Verbot von Sonnenschutzmitteln, die Oxybenzon und Octinoxat (chemische Filter) enthalten. Heute verbreiten sich weltweit immer mehr sonnencremefreie" Gebiete. Dies sind Orte, an denen bestimmte Sonnenschutzprodukte verboten sind, um die Küste zu erhalten und Ökosysteme zu schützen. 

 

Aber sollten Sie trotzdem weiterhin Sonnenschutzmittel verwenden? 

Die Antwort lautet: Ja, niemand ist vor den negativen Auswirkungen aggressiver Sonnenstrahlen sicher. Sonnenschutz ist daher notwendig, um unsere Haut zu schützen. 

Aber das alleinige Auftragen von Sonnencreme ist nicht ausreichendBefolgen Sie die nachstehenden Hinweise: 

  • Bei Sonnenexposition: Vermeiden Sie eine Aussetzung in der Sonne zwischen 12:00 und 16:00 Uhr und setzen Sie Babys oder Kleinkinder nicht der direkten Sonne aus. 
  • Beim Auftragen des Produktes: Es ist besser, zu viel als zu wenig zu verwenden! Denken Sie auch daran, die Erneuerung des Sonnenschutzes regelmäßig zu erneuern, vor allem wenn Sie schwitzen oder baden. 
  • Haltbarkeit des Produkts: Wenn die Creme abgelaufen ist, kann sie ihre Wirksamkeit verlieren und schützt demzufolge weniger, insbesondere bei Cremes mit chemischen Filtern (Mineralfilter verlieren auch nach längerer Zeit nicht an Wirksamkeit). Unsere Creme kann vor dem Öffnen 30 Monate an einem trockenen Ort gelagert und nach dem Öffnen 6 Monate verwendet werden.  
  • Ergänzende Schutzmaßnahmen: Denken Sie an zusätzlichen Sonnenschutz durch Sonnenhut oder Mütze, Sonnenbrille, Schwimm-T-Shirt, Sonnenschirm usw. 

 

Wenn Sie nach dem Lesen unseres Artikels die folgenden drei Punkte im Kopf behalten, ist unsere Mission gelungen: 

  1. Die Wirksamkeit des Produkts hängt vom Lichtschutzfaktoraber auch von der Anwendungshäufigkeit und der Menge des verwendeten Produkts ab. 
  2. Der Hauptunterschied zwischen mineralischen und chemischen Filtern besteht in der Art und Weise, wie diese Filter die Haut vor UV-Strahlen schützen. Chemische Filter haben gravierende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. 
  3. Wir sind angesichts der Auswirkungen der Sonne nicht alle gleich, es ist wichtig, sich individuell zu schützen. 😊